Interview bei der LT: Jusos wollen Sprachrohr sein

Presse


Vorsitzende der Lingener Jusos ist Therese Schedifka. Im Bild rechts Andreas Kröger.

„Wir sehen uns als Sprachrohr der Jugendlichen.“ Dies betont Therese Schedifka, Vorsitzende der Lingener Jusos, in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Weiterer Teilnehmer war Andreas Kröger, ebenfalls Mitglied der Jungsozialisten, die sich 2007 neu gegründet haben.

Ihre Vorsitzende Therese Schedifka ist 22 Jahre alt und studiert in Lingen Kommunikationsmanagement an der FH. Die Jusos, die zurzeit zehn Mitglieder zählen, treffen sich jeden Freitag um 19 Uhr im Falkenheim an der Ludwigstraße 42.
Eine Zeit lang war es ein wenig still geworden um die Jugendorganisation der SPD in Lingen, doch das ist nun vorbei, wie Schedifka und Kröger deutlich machten. Kröger, 27 Jahre alt, absolviert nach dem Jurastudium derzeit sein Referendariat. „Wir haben Ende letzten Jahres ein eigenes Grundsatzkonzept erstellt“, berichtet Kröger.

Ein Ergebnis dieser Überlegungen ist die eigene Homepage www.jusos-lingen.de, die noch im Aufbau befindlich ist, aber schon jetzt informativ und übersichtlich daherkommt. Sie wird von Sanjay Singh betreut. „Wir wollen jungen Leuten die Politik wieder näherbringen und durch unsere Arbeit zeigen, dass Politik auch Spaß machen kann“, sagt Kröger. Deshalb wollen sich die Jusos zunächst selbst schlau machen. Wie Schedifka erläutert, nimmt die politische Jugendorganisation nicht nur an den Fraktionssitzungen der SPD teil. „Wir besuchen auch die Fachausschüsse, um uns einen Überblick über städtische Themen zu verschaffen“, erklärt die 22-jährige Vorsitzende. Die Jusos seien außerdem in Gesprächen mit den Bürgerinitiativen wie der BI „Arenawahn“.

Die Jungsozialisten in Lingen wollen aber nicht nur zu aktuellen politischen Themen wie Emslandarena oder Studentenwohnheime Stellung beziehen, sondern gezielt junge Leute ansprechen. Ein Beispiel ist ein „BiBo“-Nachmittag für Kinder und Jugendliche am morgigen Donnerstag von 16 bis 18 Uhr im SPD-Bürgerbüro in der Rathausgasse (siehe den nebenstehenden Bericht). „BiBo“ steht für die Stadt- und Hochschulbibliothek. Der Nachmittag dient den Jusos dazu, den Bedarf für bestimmte Medien bei den jungen Leuten abzuklopfen, um dann die Wünsche an die Lingener Bibliothek weiterzuleiten. Auch auf der Jugendfreizeitmesse im Mai in Lingen wollen die Jusos aktiv werden. Das Gleiche gilt für die Sommerferien, wo die jungen Leute im Rahmen der Ferienpassaktionen ebenfalls Veranstaltungen anbieten wollen.

Der SPD nahestehend, aber kein Anhängsel der Sozialdemokraten – so lautet das Selbstverständnis der Jusos. Diese sehen ihr Verhältnis zu anderen politischen Jugendorganisationen wie der Jungen Union oder der Grünen Jugend übrigens völlig unverkrampft. „Wir wollen kein Konkurrenzdenken“, betonte Vorsitzende Schedifka. Es sei wichtig, dass es diese Organisationen gebe. Die Vielfalt erhöhe die Chance, mit politischen Themen bei jungen Leuten anzukommen.

Wer Interesse an der Arbeit der Jusos hat, ist zu den Treffen freitags um 19 Uhr im Falkenheim eingeladen.

Autor: Thomas Pertz (Lingener Tagespost)
Artikel aus der Lingener Tagespost vom 17.02.2009
Bild: Thomas Pertz (Lingener Tagespost)

 
 

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