Im Zuge der Diskussion um die Abholzung und Rodung des Altenlingener Forst durch die Bebauungspläne 19 und 20 und die Informationspolitik des OB zum Thema „Ulanenstraße“, trafen sich die Jusos am Donnerstag im Bürgerzentrum Heukampstannen mit der Bürgerinitiative „Pro-Altenlingener-Forst“
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In den Gesprächen wurde deutlich, dass alle anwesenden über die rigorose Waldvernichtung empört sind und dass die Stadtverwaltung immer noch nicht klar geäußert hat, was denn mit den geplanten 60 ha Industrie- und Gewerbefläche nahe der Ölraffinerie geschehen soll, nachdem sich die Firma Hagedorn dort nicht ansiedeln will. Angesichts von fast 311 ha, die in ganz Lingen ungenutzt als Gewerbe- und Industriegebiete ausgeschrieben sind, fehle es hier an Schlüssigkeit in den Planungen und öffne Spekulationen Tür und Tor, so der allgemeine Tenor bei BI und Jusos. Ebenfalls unklar erschien den Versammlungsteilnehmern, warum die Straße im Bebauungsplan 19 ausgerechnet durch den Altenlingener Forst laufen muss und nicht der SPD-Vorschlag berücksichtigt werde, nach dem eine Entlastungsstraße weiter nördlich verlaufen würde, ohne das Waldgebiet zu zerschneiden.
In diesem Sinne kritisierten die Jusos die Informationspolitik des Oberbürgermeisters Pott scharf: „Es ist schon ein beachtlicher Zustand, wenn der oberste Repräsentant der Stadt Lingen die gewählten Vertreter von SPD und B´90/Grüne nicht über Entscheidungen der Stadtverwaltung informiert.“, so der stellv. Juso-Vorsitzender Tim Kornblum. Der Versuch der CDU-Ratsfraktion die berechtigte Kritik der SPD als übertrieben abzutun, sei der eigentliche Skandal. Hier zeige die CDU ein fast schon arrogantes Demokratieverständnis.
Juso-Mitglied Andreas Kröger ergänzte: „Wahlkampf gehört zu einer Demokratie dazu, aber der Oberbürgermeister und seine CDU-Mehrheitsfraktion beschädigen durch ihr Verhalten das Amt des Oberbürgermeisters und das Ansehen des Rates.“
Die Jusos verlangten abschließend von der Verwaltung und vom Oberbürgermeister in Zukunft mit offenen Karten zu spielen, das seien sie den mündigen Bürgern dieser Stadt schuldig



